Kino, Mond & Sterne

1.
Mai
0Kom.

DER WESTPARK UND DIE SEEBÜHNE

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Mit dem Zuschlag für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 1983, bekam die Stadt München im Westen ein neues grünes Herz. Neben dem Englischen Garten ist der Westpark eine der von den Münchnern am meisten genutzten Grünfläche der Stadt.

Angelegt wurde der Park, der erst nach der IGA in Westpark umgetauft wurde, nach einem Entwurf des berühmten Landschaftsarchitekten Peter Kluska.

In sechs Jahren langer Arbeit wurde aus Brachflächen, ehemaligen Schuttbergen und einer alten Kiesgrube eine mit Seen, kleinen Bachläufen, künstlichen Moränenhügeln, Wiesenhängen und Waldrändern angereicherte Tallandschaft, die bewusst dem Bayrischen Alpenvorland nachempfunden wurde.

Mit bis zu 250.000 Besuchern am Tag war die IGA in München im Sommer 1983 die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit ganz Deutschlands. Das schöne dabei ist, dass es seit 1983 wieder etwas ruhiger geworden ist, viele der Exponate aber erhalten werden konnten.

Die verbliebenen Schätze der Internationalen Gartenbaukunst sind unter anderem der weitläufige Rosengarten, in dem im Frühjahr bis zu 20.000 Rosen von über 500 verschieden Sorten blühen, das in einen Erdhügel hinein gebaute Sardenhaus, und das gemütliche Bayerwaldhaus, ein historisches Bauernhaus von 1747 aus dem Bayerischen Wald.

Ebenfalls gerettet werden konnte das Asien-Ensemble, bestehend aus dem Japanischen Garten, der von der japanischen Partnerstadt Sapporo gestaltet wurde, der Chinesische Garten, der von Landschaftsarchitekten aus Kanton in Südchina angelegt wurde, die Nepal Pagode, die von 300 nepalesischen Holzschnitzern in traditioneller Handarbeit angefertigt wurde und die Thai-Sala.

Die Thai-Sala besteht aus einem Pavillon, wie man ihn überall in Thailand im Tempel- und Klosterbereichen, in Schlossanlagen, bei den Villen der Oberschicht und im Campus der Universitäten findet. Die Skulptur im Inneren wurde geweiht, und damit ist die Sala das erste buddhistische Heiligtum in Deutschland.

Direkt daneben befindet sich die Seebühne, mitten im grünen Park, idyllisch an einem See gelegen. Die aus Naturstein erbaute Freilichtbühne ist wohl Süddeutschlands schönstes Amphitheater und mit dem besonderem Ambiente wohl auch einzigartig auf seine Weise.

Am 1. Juli 1995 hat Kino, Mond & Sterne die fast schon vergessene und im Dornröschenschlaf befundene Seebühne wachgeküsst. Mit den zahlreichen Besuchern aus der direkten Nachbarschaft, aber auch mit überaus vielen Besuchern weit über die Stadtgrenze hinaus, gehört Kino, Mond & Sterne inzwischen zu München wie das Grillen an der Isar und ist aus dem kulturellen Sommerprogramm der Landeshauptstadt München nicht mehr wegzudenken.

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